Riesenproblem mit Steuerkette

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Eisenklotz
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Riesenproblem mit Steuerkette

Beitragvon Eisenklotz » 28.06.2018 11:09

Hallo Gemeinde,
beim Ausbau der Steuerkette an meiner Q R45 hat alles geklappt nach der Anleitung hier aus dem Forum. Zumindest bis zum abnehmen der Kette.
ich habe die Nockenwelle soweit gedreht bis das Kettenschloss auf ca. 10 Uhr steht und dann die Kette abgenommen. Plötzlich dreht sich die Nockenwelle undefinierbar weit. Die Kurbelwelle hat es auch ein Stück verdreht. Leider habe ich die Positionen nicht mackiert gehabt. Ich weiß, ich weiß........

Passiert ist es trotzdem.

Jetzt die eigentliche Frage:

es muß doch eine grundsätzliche Einstellung mit irgendwelchen Markierungen geben ????

Bitte um HILFE HILFEW und nochmal HILFE

Gruß Stefan

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FrankR80GS
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Re: Riesenproblem mit Steuerkette

Beitragvon FrankR80GS » 28.06.2018 13:56

Ist jeweils ein Körnerpunkt auf einem Zahn. Die müssen sich in Mitte genau gegenüberstehen.
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Re: Riesenproblem mit Steuerkette

Beitragvon Brummbär » 29.06.2018 10:36

Steuertrieb einrichten: Kolben erstmal auf UT - damit sich die Ventile bewegen können. Dann Nockenwelle so drehen, daß alle Ventile geschlossen sind, die Stößelbecher müssen auf dem Nockengrundkreis stehen. Beim Weiterdrehen der Nockenwelle sieht man dann die Arbeitsbewegungen der Ventile. Nochmal rum, bis die Ventile wieder geschlossen sind, der Körnerschlag auf dem großen Rad müßte jetzt nach oben zeigen. Die Räder sind mit Formschluß (Paßfeder) in der Lage gesichert. Anschließend die Kolben auf OT drehen, Kontrolle durch die Kerzenlöcher (die sollten sowieso draußen sein, damit nicht eine Rest-Kompression die Winkel verdreht). Wenn nicht beide Kolben gleichzeitig auf OT stehen Kurbelwelle gegen Reserve wechseln oder prüfen ob man eventuell einen falschen Motor beim Wickel hat. Bei Kolben auf OT sollte zum Einen die Markierung auf dem Schwungrad im Schauloch sichtbar sein und zum Anderen sollte der Körnerschlag auf dem kleinen Kettenrad nach unten zeigen, dem anderen auf dem Nockenwellenkettenrad genau gegenüber. Das Schließen des Kettenschlosses ist für alte Hände sehr fummelig, insbesondere weil das Teil mit den Bolzen von hinten eingefädelt werden sollte, damit man anschließend den Verschluß (geschlossene Seite weist in Laufrichtung) auch zumachen kann. Ich habe mir seinerzeit so geholfen, daß ich das alte Kettenschloß erst einmal von vorne eingefädelt habe und es anschließend mit dem neuen Teil von hinten herausgedrückt habe. Wer gleich auf den Gedanken kommt, spart sich allerhand Zeit. Mir ist die Kette ein paar Mal weggeflutscht, bis ich auf den Handgriff gekommen bin.
Nachdem das Kettenschloß zu ist, nochmals Kontrolle der Markierungen. Maschine vorsichtig durchtörnen, bei Widerstand noch einmal genau prüfen, ob etwas verkehrt ist. Man kann natürlich auch ein Rohr auf den Schlüssel stecken und anschließend einen Tauschmotor einbauen.

In diesem Sinne, viel Erfolg, das wird schon.
Michael
Brummbär

Valsche Räxschraipung is mir painlich

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Re: Riesenproblem mit Steuerkette

Beitragvon Eisenklotz » 30.06.2018 19:43

Also erst einmal Danke für die Anworten.
Natürlich haben sie wieder super geholfen. Ich habe es so gemacht und hatte mir aber noch Gedanken wegen der Zündfolge gemacht. Wie ich anschließend anderswo gelesen habe gibt es das Problem aber nicht da einfach jeder Zylinder bei jeder Umdrehung gezündet wird.
Dann hatte ich noch bei dem Zusammenbau der Elektrik ein kleines Problem wegen meiner nicht kompletten Dokumentation bei der Demontage.Das blaue Kabel des Kabelbaums wußte nicht so recht wo er hin sollte. Also hing er in der Luft und die Ladekontrolllampe ging beim ersten starten des Motors nicht aus. Jetzt weiß ich das er von hinten auf die Diodenplatte gehört. Ist beim Ausbau wahrscheinlich von selbst abgerutscht und deswegen nicht notiert worden??? egal jetzt ist alles GUT.
Nach heutiger Probefahrt (150km) alles bestens und die Geräuschkulisse eine Symphonie.

Also in diesem Sinne alles Bestens und nochmal GROßEN DANK

Stefan mit seinem Eisenklotz