Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

wie der Name es schon sagt.

Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 27.01.2017 17:29

¡Hola caballeras y caballeros!

Suche Tipps für die Tour von Südspanien Huelva, ins Rheinland Anfang März. Fahre alleine und eventuell mit Zelt bei trockenem Wetterbericht.
Landschaften, Orte etc. eventuell preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten ..

mal los mit den Vorschlägen. Zwei, drei Tage mehr oder weniger sind nicht das Problem .. Geld schon eher :-D

Es ist meine zweite Biketour und die erste war der Hammer, da ging es nur der Nase lang und es wurden 3800km in eine grobe Richtung (Süden)

Hasta Luego Robert
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon ssuchi » 28.01.2017 22:59

Hallo Robert,

Anfang März ist es noch ganz schön kühl wenn du weiter nach Norden kommst, Gebirge sind da noch nicht so richtig spaßig. Ich würde empfehlen eher länger in Spanien und Südfrankreich rum zu bummeln und dann zügig durch den nördlichen Teil der Tour zu brummen.

Sehr schön zu fahren sind auf jeden Fall die Pyrenäen, landschaftlich sind Spanien und Frankreich beide toll aber auf der spanischen Seite sind die Straßen deutlich besser. Empfehlen kann ich da eine kleine niederländisch geführte Motorrad-Pension in Andorra:

Hotel Res. Aldosa
N 42.543571 - O 1.522749
http://www.booking.com/hotel/ad/residen ... sa.es.html

Weiter im Westen auf der spanischen Seite sehr abgelegen in den Bergen, aber mit top Zimmern und phantastischer lokaler Küche:

Huesca: Cerler
Hotel Casa Cornel
N 42.59415 - O 0.53903
http://www.casacornel.com/es

Oder ganz im Osten fast schon am Mittelmeer eine absolute Kult-Location für Moppedfahrer mit Jugendherbergscharme und reichlich Benzin-Gequatsche. Nicht nur als Dali-Fan sollte man sich das Museum in Figueres um die Ecke nicht entgehen lassen (früh da sein, sonst voll):
La Casa Holly
N 42.376361 - O 2.868111
http://casa-holly.de/de/

Von da aus kann man gut weiter fahren in die Cevennen bzw. die Ardeche, alles tolles Motorrad-Gelände. Und man sollte sich auf jeden Fall mindestens eine der dortigen Tropfsteinhöhlen ansehen, die sind grandios.

Höhle Aven Armand
GPS : lat. 44.221158, long. 3.356678

Grotte de Dargilan
GPS: 44.196451,3.377477

La grotte des Demoiselles
GPS: N43 54.441 E3 44.673

Eine einfache Pension mit guter französischer Küche, netten Gastgebern und prima Lage für das ganze Gebiet ist in St. Jean du Gard:

Hotel de la Corniche des Cevennes
N 44.111000 - O 3.873611
http://www.corniche-cevennes.com/

Im Prinzip könnte man von da aus schön weiter über die Nationalparks Vercors, Jura und Vogesen fahren, da liegt aber im März normalerweise noch Schnee :!: Daher vielleicht eher das Rhône-Tal nehmen und dann weiter entlang der Saône nach Norden.
Gruß, Stefan
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon MMö » 29.01.2017 12:03

Hola guapo!

vaca hat geschrieben:Anfang März. Fahre alleine und eventuell mit Zelt bei trockenem Wetterbericht.


Sind im März denn schon Campingplätze offen? Man munkelt ja über ein Blitzfrühjahr, welches bereits an diesem WE starten soll.
Glaube aber kaum, dass es eine Freude wird in klammer Umgebung zu zelten :-). Solche Temperaturen bist du doch gar nicht
mehr gewohnt ;-)!

Sollte es dich weiter nördlich der Rhein-Main-Linie verschlagen, gibt es hier einen Kaffee oder Tee. Bei Bedarf natürlich auch ein
Glas Rotwein, spanischen. Gilt natürlich auch für alle anderen Boxer-Treiber ...

Grüße
Marco
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 27.02.2017 12:36

Caballeras y Caballeros,

nachdem am Getriebe Öl auslief, der Motor auf 4 km dreimal ausging und das Bremsenproblem immer noch nicht zufriedenstellend gelöst ist, habe ich mich entschlossen vaca erst einmal auf Tenerife zu lassen und mich Anfang April um sie zu kümmern. Die Reise wird so in die wärmere Zeit verschoben.
Werde sicherlich zum Beheben der Fehler Eure Hilfe brauchen. Ab nächster Woche habe ich den Kopf frei dafür.

Das kann einem auf Tenerife immer passieren. Der letzte Idiot wird angestellt, weil er billig ist und der Techniker, welcher vaca die Öle und die Bremsflüssigkeit wechselte war mir nicht bekannt und neu in der Werkstatt. Ich bekam schon einen Schreck, als ich sie abholte und ihn dran fummeln sah .. Es macht auch keinen Sinn zu reklamieren. Sie würden es nur schlimmer machen.
Vorher war sie vollkommen in Ordnung.

shit happens
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 13.04.2017 20:15

Die ersten 85km der Rückfahrt sind absolviert.
Seit 7Std. schippert vaca über einen extrem ruhigen Atlantik.Fahrplanmässig werden es noch 24 Stunden an Bord werden. Freue mich schon auf morgen früh. Der Sonnenaufgang auf dem Ozean ist schon etwas besonderes.
Über den weiteren Verlauf meiner Rückfahrt bin ich mir immer noch nicht ganz im Klaren. Spanisches Hochland oder portugisische Küste bis San Sebastian, gut 1000km mehr.
Mal schauen was der Wettergott morgen Abend flüstert.
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 15.04.2017 00:03

Gegen 19:00 Uhr Huelva erreicht und nach gut 1Std. durften die Motorräder an den Zoll vorbei in die Freiheit.
Gut 120km auf der N435 Richtung Badajos gefahren und in einer Pension Restaurant gelandet.
Das Zimmer ist mit 25€ günstig und sauber, das Wasser heiß und das Essen lecker. Restaurants El Cruce Santa Ana La Real.
Weil viel frischer als erwartet, habe ich mich nicht in die BÜsche geschlagen und unter freien Himmel übernachtet, wie ich es mir ursprünglich vorgenommen hatte. Seit Huelva ging es nur bergauf und ganz ehrlich, es ist kalt.
Die Landschaft zeigt sich dafür traumhaft und olfaktorisch iunbeschreiblich , im besten Sinne reichhaltig.
Morgen früh geht's weiter.
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon schwarzbunteR65 » 15.04.2017 00:37

Hallo Robert :tach:

Suuuper! :gut:

Du machst ja quasi einen Live-Bericht. Bitte weiter so, wenn´s dir nicht zuviel Mühe macht.

Gute Fahrt weiterhin.
Gruß
Heiner
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 19.04.2017 17:41

Mangels Akku und auch stabiles Internet war eine kleine Pause im Bericht nötig.
Wie es sich schon andeutete, wurde es eine doch sehr kühle Fährt. Ich hatte Sonne reflektierendes Sommerleder an und mir wurde auf der ganzen Fahrt auf dem Moped nie wirklich angenehm warm.
Also am zweiten Tag dann über das spanische Hochland westlich an Madrid vorbei bis Burgos, wo ich auf einem Campingplatz im Zelt übernachtete.
Die Fahrt war wie durch Andalusien ein Erlebnis erster Klasse und mit der richtigen Kleidung hätte ich sie wahrscheinlich noch mehr genossen. Aber obenrum fernab des Küstentourismus ist es noch empfindlich frisch. Trotzdem konnte ich mir unter dem Helm etliche Freudenschreie nicht verkneifen.
In der Nacht ging die Temperatur erstmals unter 3 Grad und ich hatte zu der langen Skiunterwäsche noch den Nierengurt angelegt, um einigermassen warm einzuschlafen. Mein bisher kaum genutzter gut 20 Jahre alter, ein Pfund schwerer Daunenschlafsack hatte alleine nicht ausgereicht.
Am nächsten Morgen sobald das Zelt etwas trockener war, zusammengepackt und nach San Sebastian in der Hafengegend zu Mittag gegessen.
Rüber nach Frankreich, Biarritz gefahren und dabei iųm Touristau fast steckengeblieben. Nachdem etliche Franzosen mit schlechten Beispiel vorangingen, habe ich dann auch die Kolonnen, allerdings etwas langsamer überholt. Im Zickzackkurs, weil ich wohl ein Schild übersehen hatte dann Richtung Bordeaux. Ach, unterwegs bei einer netten Französin am Obst Stand noch ein Schälchen aromatischster Erdbeeren verputzt und nach den Weg gefragt.
In einer einsamen Gegend eine Motorradfahrerin getroffen, die mir den Campingplatz in St. Symphorien empfahl. Bei relativ warmen Temperaturen gegen 18Uhr dort eingetroffen und das Zelt aufgebaut.
Mein Nachbar, ein junger Engländer in einem Fake Taxi, gelber Mondial auf Londontaxi getrimmt und ansonsten schrottreif, nur noch mit schwarzem Klebeband zusammengehalten auf Abireise durch Europa, von Nord in Kopenhagen, nach Nordost bis Minsk und in den Südosten bis Athen über Albanien und die ex Jugostaaten nach Italien Rom, Cote Azur, Provence, Barcelona, Pyrenäen, St. Symphorien und zurück nach Oxford Little Britain. Die Karre wollte ihm einer im Pub verkaufen und er hat sie sich als Geschenk runtergehandelt.
Irrer Typ.
In der Nacht wurde es wieder bitter ..
3Grad und feucht.
Trotz Ostermontag hatte gegenüber der Supermarkt geöffnet und das Schlemmerfrüstück 'ausnahmsweise' nicht vegan .. war gesichert. Schade, dass ich Moped fahren wollte, bei der Wein Auswahl.
Apropo Wein über die Route de vin de Bordeaux an allen grossen und kleinen Gütern vorbei und später wieder ein Schild übersehen, auf kleinsten Strassen nur die Sonne als Orientierung, es gab noch nicht mal Mittelstreifen bis La Rochelle, bzw. zur französischen Insel mit 2 Buchstaben getuckelt..
Dort bei 18Grad das Zelt aufgebaut und die erste und einzige Nacht nicht gefroren.
Am nächsten Morgen wollte ich gemütlich in St. Martin im Hafen Frühstücken und habe wegen der Tourimassen Abstand genommen.
Der Plan war die Gegend um den Golf de Morbihan Gut 200km nördlich zu erkunden. Es kam anders.
Wieder ein Schild übersehen und gleich am Anfang gut 80km Umweg gefahren. Dafür in schwarzen Leder im feinen Landgasthof das Tagesmenue genossen, oh wie gerne hätte ich den Wein gekostet. Der Koch verabschiedete mich dann, bei Vaca stehend und sie bewundernd, mit Handschlag. Er ist, wie sich herausstellte Gold Wing Fahrer.
So gestärkt, es war schon so gegen 15Uhr, nördlicher und im Landesinneren, ab vom Wasser wieder frisch, da kam mir der Gedanke, dass wenn ich nach Morbihan fahre, mindestens noch 2 Nächte frieren müsste.
Spontan mit Blick auf die Wetterapp entlang des Weges, KEIN REGEN, beschloss ich nach Köln durchzufahren und Morbihan zu einer besseren Zeit zu besuchen.
Ende Mai ist dort ein grosses Holzbootfestival und eine Reise allemal wert.
Wie geschrieben, ich habe dann nur noch einmal gefroren ..
um 4 Uhr morgens kam ich in Köln an. Unterwegs in den Adennen und der Eifel leichte Minusgrade. Jetzt erhole ich mich bei einem guten Roten aus der Bordeauxecke und berichte ..
Kleine Geschichtchen, wie der Alfa 159 Fahrer an der Ampel, der mich nicht vorbei lassen wollte und trotz vollgeladener Vaca das noch spanische Kennzeichen zu sehen bekam oder die Pariser Mopedfahrer auf der Peripherie, fallen einem immer gerne noch ein.

Denke ich habe die Ventile und alles andere richtig eingestellt. Der Verbrauch bewegte sich zwischen 5,35 und 6,5 Liter je nach Gelãnde und Fahrweise.
Leider war es dann doch ein Kurztrip. Aber Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben.

Saludos cordial
Robert

Entschuldigt bitte die Fehler .. die Autokorrektur des Samsung ist der Oberhammer. Wahrscheinlich irgend ein Deutschseminarist in Korea, der etwas übereifrig seiner Arbeit nachging ..
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon derrdaniel » 19.04.2017 18:53

Hallo Robert,

toller Bericht! Das mit dem Frieren kenne ich. Allerdings nicht von der Q.

Gute Fahrt
Daniel
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon TOM der Badner » 20.04.2017 12:30

Danke für den Bericht.

Habe gerne mitgelesen. Für den Rückweg wünsch ich Dir Sonne, Sonne, Sonne. Und lass Dir Zeit, so ein Päuschen mit anschließender Übernachtung, schreckt nicht vor Rotwein ab :wink:
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon ssuchi » 20.04.2017 15:33

1000km in einer Nacht? Respekt...
Gruß, Stefan
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon vaca » 20.04.2017 16:44

.. allerdings ab der Entscheidung dann konsequent nur noch Autobahn, das wirkt sich auf die möglichen Km doch enorm positiv aus, dabei jedoch insgesamt 24€ Maut bezahlt!
24€ für Sprit, wären 24€ mehr Spass gewesen ..
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Re: Anfang März 2016: von Huelva nach Köln

Beitragvon H.-G. » 02.12.2017 12:23

Ola Companero,
auch hier, bei Deinem Post ist es ja schon etwas her. Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen. Ein sehr interessanter Bericht. Denn ich war bis jetzt nur mit dem LKW in Spanien und habe desshalb keine Herbergen gebraucht. Meine erste Tour führte mich übrigens über Barcelona, Tarragona und Almeria nach Huelva (Erdbeeren für Duisburg).Schon etwas her, aber es war auch März. Wetter am Meer lang - ok. Aber die Nächte sind im Landesinneren auch noch kühl. In Huelva natürlich nicht, fast wie ein Sommertag in Deutschland.
Ich bin immer gerne in Spanien gewesen und habe auch vor mal mit dem Moped dahin zufahren. Desshalb sind die Tipps vom ssuchi sehr interessant.
Gruß Hans
H.-G.
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