LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

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LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 12.05.2018 13:38

Moin!

Ich habe vor einigen Tagen meine H4-Leuchte aus der Verkleidung gegen eine LED getauscht. Nach StVo nicht zugelassen - aber ein unglaublicher Unterschied zu der vorherigen Funzel. Das Licht ist sehr weiß und reichlich hell. Schätze mal wenigstens 30 Prozent mehr Leuchtkraft als das vorherige Leuchtmittel. Zumindest ist es eine halber Leitpfosten mehr Licht, wenn ich in der Dunkelheit fahre. Das Fernlicht ist allerdings nicht ganz so stark und strahlt etwas ungewohnt nach oben. Da muss ich noch mal an der Einstellung etwas ändern. Aber ich bin derzeit sehr zufrieden mit der Ausbeute.

Die H4-Leuchte habe ich trotzdem mit, falls die Ordnungshüter mich anhalten sollten. So kann ich wenigstens mal flott umtauschen. Trotzdem ist es in meinen Augen ein totaler Sicherheitsgewinn für Zweiräder, da man wesentlich besser gesehen wird. Rundumbeleuchtung wäre natürlich noch besser.

In der Gläser hatte ich ich früher immer ein nicht zugelassenes 100 Watt Leuchtmittel drin. Das Ding hatte eine enorme Leuchtkraft und auf der Autobahn war das natürlich klasse. Außer bei Nacht: Da konnte man von Hamburg bis Darmstadt die komplette Fahrtroute ausleuchten. :-D Ist aber auch nicht verkehrt.
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von FrankR80GS » 12.05.2018 13:51

MMö hat geschrieben:Moin!

Ich habe vor einigen Tagen meine H4-Leuchte aus der Verkleidung gegen eine LED getauscht. Nach StVo nicht zugelassen -


Moin Marco, ein Edelteil von Philips oder China Direktimport? Verboten sind beide .... Ich sehe hinten dran immer so ein Geschwür von Sockel und frage mich, ob das von der Tiefe her in ein normales Lampengehäuse passt.
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 12.05.2018 14:05

Ist so ein Chinabomber. Gewaltiges Kaliber mit Ventilator ;-). Passt aber einwandfrei in den Scheinwerfer rein.
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Redskin » 12.05.2018 14:11

Hoffentlich kommt Dir keiner mit derselben Lichtkanone entgegen, hinterher bist Du am Ende blind.

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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 12.05.2018 14:44

Na, sämtliche Dosen haben mittlerweile ein super grelles Licht - daran muss man sich ja auch gewöhnen. Deswegen wird nun reagiert ;-).
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Rote Rita » 12.05.2018 14:55

Wieviel Watt nimmt die Lampe denn? Und warum mit Ventilator wenn's doch weniger heiß wird?

Gruß Rainer
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 12.05.2018 15:24

Hmm, fachspezifisch gesehen bin ich in Sachen Elektronik eine Niete. Ein Nullleiter :-)

Aber soweit ich das bislang kenne ist das eine sogenannte Hi-Power LED mit 20 Watt Leistung.
Die müssen gekühlt werden oder brauchen eine entsprechend große Kühlfläche. Bei Low-Power LED ist das nicht notwendig, weil sie keine große Hitzeentwicklung haben.

Die Helligkeit wird mit Lumen:2000LM angegeben, die Lichtfarbe beträgt 6500k. Die LED soll 50000 Stunden halten. Umgerechnet sind das minzens' 50 Milliarden Kilometer die man damit fahren kann. :wink:
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Redskin » 12.05.2018 16:04

Die Dosen haben aber auch den entsprechenden Reflektor zu dem Gedöns. Dennoch blendet das grade wenn es nass ist wie Sau.
Da kannste dann dagegen leuchten wie Du willst und siehst doch keinen Deut mehr. Mein Auto hatte Xenon, der Batteriekarren LED, ist grell hell, hilft bei Blendung Null. Korrekt eingestellt, leuchtet das auch nicht weiter, als die herkömmlichen Funzeln, es sei denn mit illegalen Leuchtmitteln.

Humbug sach ich, alles Humbug.

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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von FrankR80GS » 12.05.2018 16:25

Rote Rita hat geschrieben:Wieviel Watt nimmt die Lampe denn? Und warum mit Ventilator wenn's doch weniger heiß wird?

Gruß Rainer


Hallo Rainer, die haben etwa 30 Watt, deutlich besseren Wirkungsgrad und damit weniger Abwärme. Allerdings ist die Elektronik (Lötstellen etc.) viel empfindlicher als eine Halogenglühbirne aus Quarzglas und Wolframdraht. Deshalb die aufwendige Kühlung.

Ich habe hier ein LED-Schlüsselbundtaschenlämpchen mit einem AAA Akku, das deutlich mehr Licht raushaut als die alte Maglite mit 3 D Batterien. Allerdings wird selbst das kleine Ding vorn am Kopf nach 10 min fühlbar warm - Stichwort Energiedichte.

Die doofe Regel, dass LED-Lampen für Kfz immer mit Reflektor verkauft werden müssen ist übrigens, ihr ahnt es, eine Finte der Hersteller. Für den gesamten Zusammenbau bekommen sie nämlich ein Gebrauchs- oder Geschmacksmuster von wegen künstlerischer Entwurf. Dann darf den niemand nachmachen und Falls die LED-Leuchteinheit nicht das ganze Fahrzeugleben hält, darfst Du die Schxxxxe zu Originalteilpreisen beim Händler nachkaufen. 600€ für eine Lampe eines Seat, plus Montage, versteht sich.

Frag meinen Kollegen:

Keine 3 Jahre, trotzdem keine Garantie, weil Leuchtmittel, siehe Garantiebedingungen. :mad:
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 12.05.2018 17:11

Redskin hat geschrieben:Da kannste dann dagegen leuchten wie Du willst und siehst doch keinen Deut mehr.


Äh, nicht ich will mehr sehen :-D. Ich sehe eh nichts ohne Brille.
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Rote Rita » 12.05.2018 20:37

Hallo Marco, Frank und Dirk,

vielen Dank für die erleuchtenden :P Beiträge. 20W ist schon ganz ordentlich, das entspricht 80W Halogen. 30W wäre noch mal erheblich mehr. Das mit dem Reflektor ist mir klar, denn da wird ja wohl nicht nur eine einzige LED drin sein. Das mit dem kühlen habe ich jetzt auch verstanden, nicht das Leuchtmittel sondern die Regelelektronik braucht Kühlung.
Die 50.000Stunden kann man sich ins Haar schmieren, die muss man dann wahrscheinlich auf' m Prüfstand fahren ( so wie die Diesel-Autos).
Ich schließe mal daraus, das die 100W-Halos mindestens genauso hell sind. Für meine Rita habe ich übrigens (aus Versehen) eine billige und äußers effektive Lösung: Mein Abblendlicht wird ja von nem Relais eingeschaltet, sobald die Rote Lampe aus ist. Schalte ich auf Fernlicht, bleibt das Abblendlicht trotzdem an! 110W sind gut hell. Wenn ich wirklich brauche, auf der Landstraße in völliger Dunkelheit ist das genial. Nur Abblenden bei Gegenverkehr ist dann eine Herausforderung.
Probiert mal weiter Leute. Gibt es auch Xenon fürs Mopped? Da müssten irgendwie die 8000V Gleichspannung erzeugt werden.

Gruß aus Schweden Rainer
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von FrankR80GS » 12.05.2018 21:18

Rote Rita hat geschrieben:...Schalte ich auf Fernlicht, bleibt das Abblendlicht trotzdem an! 110W sind gut hell. Wenn ich wirklich brauche, auf der Landstraße in völliger Dunkelheit ist das genial. Nur Abblenden bei Gegenverkehr ist dann eine Herausforderung. ...


Der geblendete Gegenverkehr denkt nur, dass der dämliche Motorradfahrer die Sozia draufhat.

Das gleiche Prinzip nutzen ja die immer verwendeten H7-Scheinwerfer in Autos. Die haben getrennte Reflektoren für Abblend- und Fernlicht. Schaltest Du Fernlicht zu, bleibt das Abblendlicht an. 240 Watt Halogenlicht machen gut hell. Die Wärme ist kein Problem, weil die Scheinwerfer ja getrennt sind.

Bei der doppelt beschalteten H4-Birne hast Du 115 W auf engstem Raum. Entsprechend heiß wird der Glaskolben und der Scheinwerfer. Wenn das auf Dauer gut geht ...

Xenonlicht verlangt bei Autos nach automatischer Niveauregulierung und einer Scheinwerferwaschanlage. Diese Forderungen entfallen bei Motorrädern. Also musst Du nur das Vorschaltgerät irgendwo unterbringen. Oder Du montierst zusätzlich dieses Biest auf dem Sturzbügel.

/Frank
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Rote Rita » 12.05.2018 21:51

Hallo Frank,

du hast ja recht. Der hohe Strom bringt den Kabelschuhe der Lampe zum Schmelzen, sonst aber nix. Habe den Stecker schon zweimal gewechselt!
Diese Fahrradlampe geht tatsächlich intern mit Hochspannung. Das probiere ich mal aus! Werde berichten.

Gruß Rainer
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von MMö » 02.09.2018 13:28

Hier wieder ein elektrotechnischer Laien-Beitrag :-)

Ich habe das Licht der BMW wieder ersetzt. Die eingebaute LED war zwar super, aber hat mir persönlich zu weit nach oben gestrahlt. Eine Anzeige wegen
Behinderung des Flugverkehrs wollte ich nicht riskieren. Obwohl ich den Reflektor des Scheinwerfers penibel ausgerichtet habe, war mir die Streuung zu groß. Obewohl es ja hell genug ist.

Also ein NEUES LED-Mittel ausprobiert. Tiefer in die Tasche gegriffen und für 16 Euro die doppelte Leistung bestellt. Das chinesische Markenprodukt ist natürlich wieder hervorragend. Kaum eingebaut, gleich die erste Nachfahrt von Stade aus über die Autobahn. Was soll ich sagen? Selbst bei Tempo 120 und schwankendem Motorboot leuchte ich bis zum Nordpol nun endgültig alles auf. Autos vor mir fahren entweder in den Graben aufgrund plötzlicher Erblindung oder rechnen mit einem Transformer-Autobot, der in wenigen Sekunden die eigene Dose per Laser schmelzen lässt.

Einen Bollizeiauddo habe ich auch schon überholt. Die haben mich später angehalten und mitgeteilt, dass ich meinen Scheinwerfer bitte justieren möge. :cool: Über mein Geeier bei Tempo 140 haben sie sich nicht gewundert - ich musste auch keinen Alkoholtest machen.
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Re: LED als H4 Ersatz Leuchtmittel - Erfahrungsbericht

Beitrag von Homerus » 02.09.2018 18:54

Es gibt heutezutage auch H4 Led's wobei die Leds die gleich abmessung haben wie die Glühfaden.
Schau mal die Beitrage auf dieses Forum: https://advrider.com/index.php?threads/ ... 8.1286743/

Grüsse aus Holland!

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