Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Hier könnt Ihr Fragen zu Umbauten und zu anderen Herstellern stellen und natürlich Eure Werke vorstellen.
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goofy84
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Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von goofy84 » 03.10.2019 11:39

Hallo,

mich hat das Motorradvirus wieder gepackt, ich bin früher zwischen dem 20 und -30zigsten Lebnesjahr nur Motorrad, Aprila, RD350, Honda NX650 und am Schluß eine 900er Fireblade gefahren, habe es dann aber nach dem Studium aus beruflichen Gründen aufgegeben. Vor 2 Jahren habe ich eine Vespa PX von meinem Schwager aus der Werkstatt geholt und es hat mich wieder voll erwischt. Seitdem habe ich eine 70 Jahre alte Vespa mit einem guten Freund wieder auf Vordermann gebracht und erfreue mich dieser. Allerdings dürfte es jetzt etwas mehr sein, deshalb diese Anfrage.

ich wurde gerne einen Umbau in dieser Art realisieren - siehe Bild-. Es handelt sich ja um eine r80st, die Modifikationen erscheinen mir schon massiv, da der Auspuff komplett verlegt werden müsste und bei dem Toaster Tank und der Sitzbank bin ich mir auch nicht so sicher, ob das hintere Gestell nicht auch weiter nach unten versetzt wurde, meine Frage an die Experten lautet nun, wäre dieses Projekt nicht einfacher mit einer r75 zu realisieren, die unterschiedliche Schwinge mal außen vor? Was wären denn die Vorteile der Nutzung der jeweiligen Basis?
Da es mit dem Bild nicht geklappt hat mal ein link:https://www.bikeexif.com/bmw-classic-motorcycle
Danke für die Hinweise

Gruß
goofy
Zuletzt geändert von goofy84 am 03.10.2019 14:45, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von Scotchman » 03.10.2019 14:21

Hallo Goofy,

leider kann ich ein Bild nicht erkennen...

Gruß

Ulli

PS: Wenn du magst, stell dich im Forum kurz vor. Wird gern gesehen.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von Rote Rita » 03.10.2019 20:05

Hallo Goofy,

herzlich willkommen im Club. Das Motorrad auf dem Link konnte ich sehen. Deine Frage nach dem Umbau: Mal abgesehen von einigen hundert Arbeitsstunden kannst du das gerne 5000€ für Teile versenken plus den Kaufpreis. Du ahnst schon was ich dir empfehle...
Aber lies doch mal was Matthias aus einer alten R65 gezaubert hat. Dabei bekommst du auch eine gute Vorstellung von den Detailproblemen und ihrer Bewältigung.
Ach ja, kurz vorstellen wär nett.

Gruß aus Berlin Rainer
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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von MMö » 03.10.2019 20:23

goofy84 hat geschrieben:
03.10.2019 11:39
... meine Frage an die Experten lautet nun, wäre dieses Projekt nicht einfacher mit einer r75 zu realisieren, die unterschiedliche Schwinge mal außen vor? Was wären denn die Vorteile der Nutzung der jeweiligen Basis?
Der Preis.


Die Kühe hat man umgebaut weil man sie hatte oder billig bekommen konnte. Beides nicht der Fall? Dann würde ich nach einem Umbau gucken und weiter dran dengeln. Günstiger. Eine gute 75/6 - wegen Scheibenbremsen - kostet mittlerweile 5 Mille. Schrott entsprechend günstiger.
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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von FrankR80GS » 03.10.2019 20:45

Das Bild zeigt eine der vielen Varianten des BMW "Stehzeug". Museumsreifen, offene Filter und ein verdreht montierter Lenker zeigen das deutlich. Diese Art Motorräder wird aufgebaut, um Zubehör oder Werkstattleistung zu verkaufen. Hinzu kommt, dass andere Länder keine StVZO bzw. eine andere als Deutschland gaben. Am Ende entsteht schlimmstenfalls ein schlecht fahrendes nicht zulassungsfähiges Teilepotpouri.

Zur Frage:
Monolever Fahrwerk mit Drahtspeichenrad = R80 G/S oder ST oder R65 GS. Alle drei sind gesucht und teuer.

Ich rate ab.
BMW - Unseraoner fährt koan Japaner.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von goofy84 » 03.10.2019 21:35

Hallo,

vielen Dank für die Antworten, dass dieses Unterfangen nicht günstig wird ist mir durchaus bewusst. Ich habe für meinen Roller aus 1957 inkl. Kaufpreis schon 8k versenkt. :oops: Die Arbeitsstunden meines Kumpels und meine nicht mit eingerechnet.

Das ein Toastertank um die 1000€ kostet habe ich auch schon recherchiert ;-) , generell war aber die Fragestellung ob für dieses Vorhaben eine r80st oder eine 75 /6 oder /7 die bessere Basis darstellt? Primär interessiert mich ob der Toaster Tank plug & play auf die von mir genannten Modelle passt und ob der hintere Teil des Fahrgestell nach unten korrigiert werden muss um diese Sitzbankposition zu realisieren.

Danke

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von FrankR80GS » 04.10.2019 09:57

:roll:
Steht doch alles im Artikel
"...tank was sourced and fitted"
und
"CRD un-bolted the stock subframe, removed its mounting tabs and welded on a shorter and slimmer unit"
BMW - Unseraoner fährt koan Japaner.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von goofy84 » 04.10.2019 10:05

ok, danke habe ich überlesen, a shorter an slimer unit sagt aber leider nicht viel aus. Wissenswert wäre welches Subframe verwandt wurde. Habt ihr Ideen?

Nochmals eine Frage zu den r65 Varianten die hier bevorzugt werden, lassen sich diese auf ein brauchbares Niveau leistungssteigern? Mir geht es nicht so um die Endgeschwindigkeit, mehr um die Beschleunigung von unten heraus. Würde sich aus dieser R65 etwas ähnliches wie im Link konstruieren lassen. Sorry für die vielen dummen Fragen aber ich habe noch keinen BMW Umbau vorgenommen und bin Neuling.

Danke

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von MMö » 04.10.2019 13:09

Moin!

Subframe/Heckrahmen gibt's bereits vorgefertigt bei den bekannten Händlern/Tunern. Das ist mehr plug und play als
selbst frickeln, schweißen ... Wenn keine Teile und Ahnung vorhanden, ist das echt ein teurer Spaß. Deshalb würde ich da
gleich ne' fertige suchen oder ein abgebrochenes Projekt und daran weiter ackern. So bin ich gerade zu einem GS-Baukasten
gekommen.

Die Kleinanzeigen mehren sich gerade damit. Wenn fertig - kannst
sie nicht mehr richtig fahren oder nur 50 Kilometer. Und wenn nicht fertig, ist plötzlich noch ne' Revision vom Getriebe oder
Zyko dazwischengekommen :-D

Klar kann man der R65 genug Leben einhauchen. Bleibt aber ne' Kuh. Zieht langsam und stoisch von unten raus. Auch als Ultrakurzhuber und
sonstigen Internetz-Stories. Echte Renner sind selten und fahren auch selten. Für Motortuning kann man viel Geld ausgeben oder es einfach
sein lassen. Ich bemerke zumindest keinen wesentlichen Unterschied zwischen 60 und 72 PS. Im Prinzip macht es aber eben nur der Hubraum.
Oder das eigene Können.

Dennoch nicht entmutigen lassen!

Bestell dir doch mal die Kataloge von Wunderlich/Siebenrock. Da sind jede Menge Teile drin, die man von den Umbauten kennt.
Walzwerk baut nette Heckrahmen und Tüten, SWT und Hattech machen auch was Nettes. Bei SWT habe ich gerade einen Rahmen, der
verstärkt wird -> GS-Zweiventiler als Monster. Mit so dicken Reifen druff, dass man die olle Rote von Frank mehrfach platt fahren kann.


Grüße,
Marco
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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von goofy84 » 04.10.2019 16:46

Danke für die Ausführungen.

Ich bin jetzt nicht so der BMW Crack mein Kumpel allerdings schon und eine Motorrevision wäre für ihn das kleinste Problem, ist halt nur zeitlich immer ganz angespannt bedingt durch den Nachwuchs. Die Rahmenarbeiten und die Elektronik würde ich eventuell extern zukaufen. Ich möchte erstmal eine passable Basis kaufen, da habe ich aber auch keine Eile. Auf Kleinanzeigen findet sich zwischen 3000 und 5000 € immer was, zumindest mit einer Wartungshistorie was natürlich auch kein Garant für eine gute Basis ist. Generell würde ich immer den Motor von meinem Kumpel revidieren lassen, da weiß ich wenigstens was ich unter dem Hintern habe.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von chris_at_web » 06.10.2019 00:03

Hallo Goofy,

eine R80 ST ist sicher keine schlechte Basis, am besten bereits mit dem 1000ccm Umbau. Das Fahrwerk ist in Serie besser als von den Vorgängermodellen. Die Gabel von einer R80 aus den 90zigern solltem man günstig bekommen, 4 Kolben Bremszangen von Brembo z.B. aus einer Ducati SS sind günstig, besser als das Oginal und hat der mir TÜV problemlos eingetragen (Adapter für Steckachse und Adapterplatte für die Bremszange werden gebraucht und ggf. sollte der Kolben in der Pumpe getauscht werden, die gibt es aber bereits von BMW mit unterschiedlicher Kolbenfläche). Das Heck der ST ist geschraubt , aus dem Zubehör sollte sich da was nettes zu überschaubaren Kosten finden lassen. Einen selbst umgeschweißten Heckrahmen habe ich in Bayern problemlos eingetragen bekommen , muss halt vernünftig gemacht sein. Der BMW Motor läuft mit Luftfilterkasten besser als ohne, wenn du dich mit dem alten Rundfilter und dem alten Alugehäuse anfreunden kannst sollte der TÜV damit auch kein Problem haben. Den Auspuff wie gezeigt wird dir keiner eintragen, ohne Endtopf wird es nicht gehen , aber mit einem Endtopf läuft sie auch besser. Den Sammler kann man aber ggf.durch ein y Rohr ersetzen. Das gibt es bereits mit TÜV. Die ST hat in Serie vorn kein Resonanzrohr , wenn es die Optik nicht stört geht es mit besser. Hatte nie ein Problem einen Endtopf von einer anderen Maschine (am Besten mit Nummer) bei einer alten Kuh eintragen zu lassen , wenn der Lärm sich in Grenzen hält. Die Handy Apps zur DB Messung sind nicht schlecht, um ab zu schätzen wo man geräuschtechnisch steht.
Bei Bj. aus Mitte der 80er sollte der zulässige Sound aussreichend sein. Abgasgutachten brauchst Du bei den Bj. auch nicht. Die ST hat bereits Nikasilbeschichtete Zylinder, wenn der / die Vorbesitzer den Motor nicht alzu lieblos (hohe Drehzahlen) gequält haben sollte der Motor wenig Ärger machen. Mit 1000ccm verbaut BMW einen Ölkühler, wenn man den wegen der Optik weglassen möchte sollte man zumindest eine grössere Ölwanne montieren. Das Getriebe würde ich mir auf alle Fälle ansehen, und ggf. gegen das Getriebe aus einem späteren Bj. austauschen. Da wurde bei BMW immer wieder Modellpflege betrieben. Vorab Kontakt zum TÜV suchen, bzw. in der Szene mal umhören wo man hin gehen sollte, spart sicher Ärger.

Gruß und viel Spass beim Basteln
Christoph
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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von R65_dieter » 06.10.2019 19:57

hallo

es gab mal schöne umbauten die handwerklich auch sehenswert waren. da steckte auch viel geld drin. schon wieder ein paar jahre her.

ob die gut zu fahren sind muss jeder selber wissen, bei manchen umbauten bekomm ich schon vom anschauen kreuzweh.

und mittlerweile bekomme ich auch augenschmerzen wenn man sieht was man aus serienfahrzeugen für einen krampf bauen kann. liegt wohl daran dass kaum noch gute oldtimer für umbauten genommen werden sondern nur noch teilesammlungen aus dem keller oder hünerstall zu einem fahrzeug oder sowas ähnlichem zusammengefrickelt wird.

bei der letzen motorradmesse hab ich gar keine orginale bmw mehr gesehen.

aber die serien bmw modell r90/6 färht auch als serienfahrzeug erstklassig, hab ich am feiertag wieder ausgiebig ausprobiert, und es käme mir kein gedanke an einen umbau, nur weils grad mode ist.

die mode geht, und dann sind diese umbauten aus wilden teilesammlungen nix mehr wert. um geld zu sparen würde ich so einen moment abwarten und in der zwischenzeit eine serien r80 oder serien r100 fahren.

gruss

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von Herbert aus Hamburg » 07.10.2019 09:07

Nimm ne Hörly.
Mit religiösen zu diskutieren ist, als würde man Schach gegen eine Taube spielen. Es ist völlig gleichgültig, wie gut man das Spiel beherrscht,
die Taube wird die Spielfiguren umschmeißen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als habe sie gewonnen.

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Re: Umbau welches Modell ist am besten geeignet

Beitrag von FrankR80GS » 07.10.2019 21:05

Herbert aus Hamburg hat geschrieben:
07.10.2019 09:07
Nimm ne Hörly.
Ja, am besten gleich den neuen elektrischen Stuhl :-D
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