K-Reihe

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GasiGert
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K-Reihe

Beitragvon GasiGert » 26.11.2018 00:15

Da ich zwischendurch lange kein Motorrad mehr gefahren bin und auch selbst nie eine K hatte, ist das völlig an mir vorbeigegangen: Die Einstellung der K-Reihe mit längs eingebautem Motor.

Häßlich waren die ja immer, aber auch absolut zuverlässig und am Markt aktzeptiert, wie ich von der Bullerei weiß.
Außerdem haben die verschiedenen Versionen zusammen wohl den hauptsächlichen Umsatz bei BMW Motorrad generiert.

Weiß jemand um die Gründe damals?
Das Web sagt mir nix.

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R65_dieter
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Re: K-Reihe

Beitragvon R65_dieter » 26.11.2018 11:59

Hallo

da gibts ein interessantes buch drüber

"K-Reihe-Entwicklung-technisches-Konzept-Spezialversionen" oder faszination bmw k reihe von schneider königsbeck.

steht auch drin wie und warum man die k baureihe erfunden hat.

1983 kamen die etwa auf die strassen. wir fuhren damals zweizylinder, logisch.

irgendwann mit den jahren hat man sich dann den ziegel schöngesoffen und einen gekauft weil der alte boxer im stadtverkehr doch leichte hitzewallungen bekam im stau und beim ampel vornehindrängeln. münchner stadtverkehr eben.
der wassergekühlte ziegel war da schon robust. von märz bis ende oktober war das sozusagen mein auto.
ausserdem waren die ziegel ende der 90 er jahre noch üppig angeboten und in recht gutem zustand.

ich bin die k100rs über 100tkm gefahren ohne nennenswerte defekte. 10 jahre lang. dann wurde der ziegel krank und wollte repariert werden.
und da wird dann der ziegel aufwendig. hab mich dann entschieden die r65 zu behalten und instandzusetzen und den ziegel abzugeben mit ca. 180tkm .

bei der k100rs stört der schmale lenker etwas, hab den dann auf kompfort umgebaut und einen spiegler sb lenker leicht gekürzt, hat keiner gemerkt oder je nachgemessen. so hatte man die schwere karre besser im griff.

gute ziegel sind heute schon nimmer so üppig. und ein technologieträger ists ebenfalls. siehe die abs versuche damals.
nur die einsritze von bosch, die hatte kawasaki vorher schon in der z1000fi eingesetzt.

gruss

d.

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Re: K-Reihe

Beitragvon FrankR80GS » 26.11.2018 20:40

BMW hat das K-onzept mit längs eingebautem Motor von der K100 bis zur K1200 LT über insgesamt 25 Jahre ausgeschöpft. Am Ende wurde die K-Reihe auf Quermotor geändert, weil der Längsmotor keinerlei Potential für noch mehr Hubraum und damit mehr Leistung mehr hatte. Ein neuer, deutlich leistungsfähigerer Längsmotor wäre als Kurzhuber noch länger geworden und hätte damit den Radstand über jedes konkurrenzfähige Maß verlängert. Deshalb die radikale Kursänderung zur „japanischen“ Bauweise mit Quermotor und integriertem Getriebe.

Ich bin die K1200 RS (letzter Längsmotor) und die K1300 R (erster Quermotor) probegefahren. Bei der K1200 RS hab ich mich schon gewundert, warum das Getriebe 6 Gänge hat. Der Motor hatte bei jeder Drehzahl dermaßen Druck, dass gefühlt auch 4 Gänge gereicht hätten. Im Stand war das Ding solide, brutal schwer und unhandlich, auf der Straße immer noch schwerfällig. Die K1300 hat leistungsmäßig noch einen drauf gesetzt, fühlte sich aggressiver aber auch irgendwie billiger an. Insgesamt war sie aber auch noch viel zu schwer. ==> Immer aus der Sichtweise eines Boxerfahrers.

Ich muss nochmal eine K75 fahren. Die hat keinen so laaaaangen Radstand wie die Vierzylinder und ausreichend Leistung.
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Immer dran denken:
Hätten Hummeln Aerodynamik studiert, könnten sie nicht fliegen.

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Re: K-Reihe

Beitragvon Redskin » 26.11.2018 21:50

Ich muss nochmal eine K75 fahren. Die hat keinen so laaaaangen Radstand wie die Vierzylinder und ausreichend Leistung.
:bindafür: :bindafür: :bindafür:

Hatte mal ein solches Gerät für ein paar Wochen von BMW als Werksmaschine leihweise (über meinen Alten Herrn) bekommen.
War im Vergleich z. Boxer R65 (247er Monolever, 27PS) natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Habe damals einen kurzen Wochenendausritt in den Harz gemacht (B27 raufgezogen) und einen Kumpel besucht.
War geil. Toller Auspuff-Sound (1/2 Sechsender) und wenn man fährt hat man das gesinge von den Pumpen auch nicht mehr gehört.

Wenn mir sowas nochmal in brauchbarem Zustand oh. ABS-gedöns zuliefe, ....

Greetz
Dirk
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geworden?

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Re: K-Reihe

Beitragvon Kirsche » 26.11.2018 22:23

Hi
Ich hatte jahrelang eine K75S,habe sie leider vor 2 Jahren verkauft.ich bin alt und brauchte das Geld . Nein nein Regierung meint eine muss weg ,heul.wegen der F800 Gt
Die K75 ist eines der besten Motorräder die ich je hatte und gefahren bin. So einfach ,so leicht ,nie überfordernd,der Motor wie eine Turbine keine Vibrationen kein Kein geruckel egal welche Drehzahl.irgentwie alles so wertig so massiv und logisch aufgebaut .sportlich genug aber auch mit 2 Leuten mit Koffern auf Tour einsetzbar, wobei da 75 PS manchmal etwas dünne sind.
Die K75s mit modernen Bremsen ,ABS und aktuellen Reifen d.h. Neue Felgen für die jetzigen Reifen wäre ein Traum,dann würd ich
den Plastikbomber F800 vom Hof jagen
Also meine Empfehlung wenn Ziegelstein dann K75
Kann auch wärmstens das Flyingbrick Forum empfehlen für mehr Infos
Gruß Kirsche
www.mallorcakirschen.de

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Re: K-Reihe

Beitragvon H.-G. » 26.11.2018 22:50

Moin moin Leut,
hier mein Senf dazu. Das Konzept ist absolut genial! Design zeitlos. Eine Qualität, die man heute nicht mehr kaufen kann und auch nicht mehr produziert wird.
Meine hat nun knapp 120.000 runter. Ist von '91. Nur das ABS brauch ich nicht. Hatten wir ja früher sowieso nicht.
Wie geschaffen für lange Strecken. Die 2000 km von hier bis Düsseldorf fahr ich in 36 h und da ist noch die Donau Fähre mit dabei. Übernachtung natürlich auch.
Im Moment kleines Problem mit dem HBZ für vorne. Trotz Kolbenwechsel kommt das Öl wieder raus.
Zuletzt geändert von H.-G. am 12.12.2018 19:03, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß Hans

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Re: K-Reihe

Beitragvon GasiGert » 27.11.2018 00:05

Uiiiih.....doch ne Menge Emotionen.
Ich hätte gedacht, so eine K kauft man sich aus Vernunftgründen.

Mir gefiel von der ganzen Reihe auch die K75S am besten.
Ich hab die auch mal gefahren. Das war dann anschließend wieder eine Riesenumstellung, mit der R65 vom Motorrad-Bürsgens aus nach Hause zu boxern.
Ich weiß aber nicht mehr, weshalb ich die damals nicht gekauft habe. Möglicherweise wegen des Preises.
War ja nun wirklich kein Schnäppchen bei der gebotenen Leistung. Und von der Haltbarkeit wußte man damals ja noch nichts.

Ein Bekannter hat den K75 Motor in einen amerikanischen Flieger implantiert.
Hat aber nicht so gut geklappt, was aber vermutlich an seiner Frickelei mit der Verlegung der Ansaugwege zu tun hatte. Der Boxer war da einfacher zu händeln und auch deutlich günstiger vom Leistungsgewicht.

Das mit der Leistungsbegrenzung wegen der Baulänge war den BMW-Ingenieuren aber schon bei Grundsteinlegung bekannt, sollte also kein Hindernis gewesen sein, die mittlere Modellpalette auch weiter mit dem Motor abzudecken. 100PS waren ja locker drin.

Was war denn die letzte Ausbaustufe?
K1200RS mit 131PS?
Reicht doch für Leute, die sich keine Kreidestriche auf die Hinterreifen ziehen.



Eine witzige Geschichte habe ich noch von der K75.
Die ist dem Werk eigentlich zu teuer geworden und man hat dann überlegt, ob man den Kunden als Einstiegsmodell eine abgemagerte Version zur Seite stellen sollte.
Da man die K-Reihe sehr intensiv als hochmodern wegen der serienmäßigen Einspritzung und der damit verbundenen Motorleistung angepriesen hat, dachte man, eine Vergaserversion der K75 würde da den nötigen Abstand wahren. Man hatte ja schon sehr viel Geld in die Einspritzerei versenkt.
Aber als dann die erste K75 mit Vergasern auf dem Prüfstand lief, hatte die aus dem Stegreif mehr Leistung als die teure Schwester mit Einspritzung.
Natürlich hätte man drosseln können, aber das hätten findige Bastler schnell rausgefunden und der schöne Glorienschein der Einspritzer hätte heftigen Schaden genommen.
Kein Mensch zahlt mehr Geld für Technik, wenn er mehr Leistung beim gleichen Modell für weniger bekommt.
Also verschwand die Vergaser-K75 in den Tiefen des Werks und wurde nie gebaut.

Das haben mal irgendwelche Bosch- oder Pierburg-Leute, die dabei involviert waren, Jahre später in einer Motorradzeitung erzählt.

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Re: K-Reihe

Beitragvon FrankR80GS » 27.11.2018 20:59

GasiGert hat geschrieben: ...Was war denn die letzte Ausbaustufe? K1200RS mit 131PS?
...



Eine witzige Geschichte habe ich noch von der K75.
Die ist dem Werk eigentlich zu teuer geworden und man hat dann überlegt, ob man den Kunden als Einstiegsmodell eine abgemagerte Version zur Seite stellen sollte.
.....
Aber als dann die erste K75 mit Vergasern auf dem Prüfstand lief, hatte die aus dem Stegreif mehr Leistung als die teure Schwester mit Einspritzung. Natürlich hätte man drosseln können, aber das hätten findige Bastler schnell rausgefunden und der schöne Glorienschein der Einspritzer hätte heftigen Schaden genommen. Kein Mensch zahlt mehr Geld für Technik, wenn er mehr Leistung beim gleichen Modell für weniger bekommt.
Also verschwand die Vergaser-K75 in den Tiefen des Werks und wurde nie gebaut.

Das haben mal irgendwelche Bosch- oder Pierburg-Leute, die dabei involviert waren, Jahre später in einer Motorradzeitung erzählt.


Ja, die K1200 RS hatte - für mich - mehr als genug Leistung. Damit hätte irgendjemand sicher schon schwarze Striche ziehen können.

Was die Vergaser K75 angeht:

Eine Einspritzanlage bietet grundsätzlich viel mehr Möglichkeiten der Abstimmung als jeder Vergaser. Es ist aber ein klassisches Optimierungsproblem ob man einen Ottomotor auf maximale Leistung oder Effizienz abstimmt. Unsere 2V-Boxer überhitzen bei Lambda > 0,90 zusehends, während die K-Motoren mit Einspritzung ja eher auf striktes Lambda = 1 optimiert waren, um sie mit geregeltem Kat anbieten zu können. Von daher überrascht es nicht, wenn mit fetterem Gemisch mehr Leistung möglich war.

Mit Vergasermotoren waren 130 - 140 PS aus einem 1000er Vierzylinder schon Oberkante. Heute sind 200 PS möglich, trotz Kat.
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Re: K-Reihe

Beitragvon Rote Rita » 27.11.2018 23:59

Also zur K75 hatte ich ein besonders Erlebnis. Ich bin sie Probe gefahren, fand den Motor Klasse, wunderte mich aber über das Fahrwerk. Völlig ruhig, aber irgendwie zäh. Steffen ( ein Ingenieur aus dem Werk ) darauf angesprochen. Da sagt er: Bin einen Prototyp gefahren und musste ein Lenkerflattern feststellen, so wie bei der /5 Kurzschwinge. Darauf wurde nur die K75 ( nicht die K100 ) mit einem Fett-Lenkungsdämpfer Versehen, den man nicht ausstellen kann. Der verkürzte Rahmen hatte zu der unerwarteten Fahrwerksunruhe geführt, die kein Fahrer der Serien-K75 erleben musste.
DasFahrwerk möchte ich trotzdem nicht.

Gruß Rainer

PS: Dieser Ingenieur führt seit vielen Jahren eine unabhängige BMW-Werkstatt. Kann ich empfehlen. R
Jede Fahrt ist eine Probefahrt

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Re: K-Reihe

Beitragvon GasiGert » 28.11.2018 11:10

Ich sehe übrigens gerade, das die letzten K-Modelle, vornehmlich die 1200RS, zu ziemlich niedrigen Preisen gehandelt werden.
Wundert mich eigentlich, wenn man das mit gleichalten Boxern vergleicht.

Ich suche noch einen sportlichen Allrounder, der auch mal längere Autobahnetappen zügig und komfortabel hinter sich bringt.
Sonst fahre ich ja SRX. Und die taugt da nix.

Mal sehen.

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Re: K-Reihe

Beitragvon H.-G. » 28.11.2018 17:09

Was meinst Du dazu ?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß Hans

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Re: K-Reihe

Beitragvon FrankR80GS » 28.11.2018 18:56

Rote Rita hat geschrieben:....Steffen ( ein Ingenieur aus dem Werk ) darauf angesprochen. Da sagt er: Bin einen Prototyp gefahren und musste ein Lenkerflattern feststellen, so wie bei der /5 Kurzschwinge. Darauf wurde nur die K75 ( nicht die K100 ) mit einem Fett-Lenkungsdämpfer Versehen, den man nicht ausstellen kann. ...


Das war der sogenannte "Fluidblock"
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Re: K-Reihe

Beitragvon derrdaniel » 28.11.2018 19:47

GasiGert hat geschrieben:Ich sehe übrigens gerade, das die letzten K-Modelle, vornehmlich die 1200RS, zu ziemlich niedrigen Preisen gehandelt werden.
Wundert mich eigentlich, wenn man das mit gleichalten Boxern vergleicht.

Ich suche noch einen sportlichen Allrounder, der auch mal längere Autobahnetappen zügig und komfortabel hinter sich bringt.
Sonst fahre ich ja SRX. Und die taugt da nix.

Mal sehen.


Das macht die Optik. Ich habe jetzt sei einem Jahr eine Winter-K1200rs und bin damit zufrieden. Die K1200rs unterscheidet sich dabei schon recht deutlich von den Vorgängermodellen, die sich aus meiner Sicht recht ähnlich sind. Die k75 bin ich aber nie gefahren.

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Re: K-Reihe

Beitragvon 1%er » 03.12.2018 22:11

So sehr ich seit Dekaden Boxer liebe und speziell die Kurzhuber, genauso liebe ich die Flying Bricks.

Ich hatte schon mehrfach eine K1 und egal wie schräg oder hässlich die mancher findet, das Gerät bleibt eine Technologie-Sensation mit überragenden und imho bis heute unerreichten Fahreigenschaften auf der Autobahn. Diese Maschine würde mit einem 200 PS-Motor auch heute sämtliche Konkurrenz durch die Aerodynamik vernichten... mit 100PS taugt das Gerät aber leider nur noch als retro-futuristische Kuriosität.

Das Gefühl, wie ich mit einer nagelneuen schwarzen K1 1993 auf den Autobahnen Japaner gejagt habe... un.ver.gess.lich. 8)

http://www.bmbikes.co.uk/photos/photophotos/k1%20(1).jpg
Zuletzt geändert von FrankR80GS am 04.12.2018 00:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: K-Reihe

Beitragvon R65_dieter » 07.12.2018 12:17

hallo

bevor ihr euch alle voller begeisterung über die technischen innovationen der ziegel hermacht, hier sei gewarnt.

wer schon bei ein bisschen ollem boxer schweissperlen auf die stirn bekommt, wird beim ziegel scheitern.

auch wenn einige teile innovativ und meilensteine sind, so sind sie viel komplizierter aufgebaut und konstruiert.

das fängt mit dem getriebe an. ist da drin der lagertausch fällig ist für otto normalschrauber schluss.

kegelrollenlager benötige perfekte ausdistanzierung und lagervorspannung.

zündung und gemischaufbereitung werden durch elektronische komponenten bewerkstelligt, die in der automobiltechnik der 70 er und 80 er jahre hunderttausendfach eingesetzt wurden, die teile sind aber dann auch schon über 30 jahre alt.....

vergaser und unterbrecherkontakt kontra siliziumtod....

vielfach ist dann gar nicht das elektronische einspritzteil defekt (man diagnostiziert hier gerne mal was und tatsächlicher fehler ist was ganz anders) bei unsachgemässer und unsystematischer suche, und dann hat die 30 jahre alte einspritzpumpe im tank doch nciht mehr als 2 bar druck, was sich genauso anfühlt wie verklebte oder falsche einspritzdüsen oder der druckausgleichschlauch zwischen motorentlüftung und luftfilter oder ein rückstellfederlahmer luftmengenmesser.

für die l jetronik gibt es unternehmen die diese teile reparieren und aus altteilen wieder komplettieren.

für die zündbox, bei bosch vz51 und vz52(k75) genannt wüsste ich aus dem bauch raus keinen ersatz.

leistungssteigerung und drosselung wird beim ziegel ebenfalls über die zündbox bewerkstelligt.

diese werden durch diverse firmware den geräten beigebracht. schweizer variante ist gedrosselt

es gibt für die k100 auch vz51 zündboxen ohne drehzahlbegrenzer, was aber ~500 rpm mehr bringt wenn man so eine "gral" box hat.
der rest ist stuss, die bewegten massen in der kolbenmaschine werden ja nicht weniger durch den deaktivierten drehzahlbegrenzer.

abs1 von helle ist nochmal eine andere nummer, diese elektronikteile (steuergerät)sind mit einem fiesen flugzeuglack lackiert, löten geht da gar nicht so einfach ohne dass man was beschädigt.

flyingbrick, wer da details wissen will sollte den peter_kr kontaktieren, dem hab ich mal meine ganze k sammlung zur obhut gegeben.

wer ne gute k hat soll se gut aufheben, gebrauchtfahrzeuge die meherere besitzer hatten und schon dubios rumgeschraubt wurde, finger weg.

kritische bauteile sind heute die wasserpumpe, anlasserfreilauf, getriebelager, kardanwelle, hallgeber und zündebox sowie die spulen und die zündkabel.

auch die gummirohere der ansaugleiste, entlüftungsschlauch und benzinpumpe mit filter im tank sind eine genaue begutachtung wert.

gruss

d.