Alureiniger

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Werner Paul
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Alureiniger

Beitrag von Werner Paul » 15.03.2019 16:14

Hallo.

Der Motorblock ist aus einer R65 (27PS) aus Baujahr 1989 (Gussstempel).

Der Block hat noch viel vergammelter ausgesehen,
als das auf dem Bild ersichtlich wird.

Keine Laufleistung drauf, alle Gewinde gut, keine Beschädigungen
aber fürchterlich vergammelt.

Das Waschprogramm:
1.) Kaltreiniger (Wasser verdünnbar) mit Pinsel und Messingbürste.
2.) Linker pur, also Phosphorsäure, mit Pinsel.
Insgesamt drei Durchgänge mit zwischendurch aptupfen.
3.) Spülen/Neutralisieren mit Wasser.
4.) Behandlung mit EMR fein.


Linker_1a.jpg
Die rechte unbehandelte Motorseite.

Linker_2a.jpg
Es ist noch was übrig geblieben. Die linke, bereits behandelte Motorseite.


.... mal Gucken in welchen Rahmen, der mit welchen Zylindern reinkommen wird.

We
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Re: Alureiniger

Beitrag von Rote Rita » 16.03.2019 10:53

Sieht gut aus. Aber was ist Linker und was EMR?
Glättet du die Oberfläche auch und was nimmst du als Schutz gegen neuen Gammel? Habe dieses Problem immer wieder an meiner R25/3.

Gruß Rainer
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Re: Alureiniger

Beitrag von aldi62 » 16.03.2019 11:31

Linker ist Alureiniger flüssig, EMR ist eine Paste (fein, mittel, grob :?: ) zum schleifen / polieren.
Gruß aus Leipzig
Jörg

Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der das nicht wusste und hat´s gemacht.

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Werner Paul
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Re: Alureiniger

Beitrag von Werner Paul » 16.03.2019 18:11

Hallo.

Die Oberfläche glätten wäre eine Möglichkeit,
erneuter Verschmutzung die Stirn zu bieten.

Aber so einfach ist das nicht.

Das Bild zeigt einen Aluguß geglättet. Ein Schwimmergehäuse. Und siehe da, ist gar nicht glatt.
Man müsste das Material zunächst verdichten und dann glätten.
Und dann. Dann ist die Oberfläche glatt.
Und dann. Dann ist die Oberfläche stark verkleinert. Die schrägen der "Berge" der Oberfläche haben Flächen.
Und dann. Dann kriegst du die Temperatur nicht mehr so gut weg. (Also, ich könnte das niemals
selber berechnen ....).

Und dann wenn die Berechnung passt. Dann müßtest du nur noch den Sauerstoff fernhalten.
a) Oben auf der Raumstation nachfragen.
b) Einen Ölfilm drauf.

Vorschläge wie Lackieren oder sonstige Bemühungen die unterschiedlichen Materialien zusammen-
zuhalten lasse ich Aufgrund des Situativen Ernstes des Sachverhalts weg.

Linker_3a.jpg

Mein Vorschlag:
Einfach alle paar Jahre, sagen wir mal 20 das Moped zerlegen und putzen. Putzen ist übrigens eine Super
Methode eventuelle Schäden festzustellen.

We
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Re: Alureiniger

Beitrag von Rote Rita » 18.03.2019 19:29

Hallo Werner,
danke für deine Erklärungen. Die Flasche und die Dose im Bild habe ich nicht richtig eingeordnet. Du schreibst auch:
Einfach alle paar Jahre, sagen wir mal 20 das Moped zerlegen und putzen. Putzen ist übrigens eine Super
Methode eventuelle Schäden festzustellen.
Da muss ich dir ja recht geben. Aber ich putze ungern. dann schon lieber zerlegen... :P

Das mit dem Öl denke ich hilft wirklich, es schützt vor dem Sauerstoff. Aber wie ist das mit Silikon (öl)? habe den Eindruck, damit geht es besser.

Gruß Rainer
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Re: Alureiniger

Beitrag von Werner Paul » 19.03.2019 10:57

Vielleicht gibt es jemanden hier, der mit Silikon (in Form von Öl auf dem Motor) Erfahrungen hat.

Aber PTFE, so meine ich, ist bezüglich Temperaturbeständigkeit und antiadhäsivität zur Zeit der Hit.
Und PTFE reagiert eigentlich mit nichts.
Die Werbung verspricht ein gegen Entgeld erhältliches "PTFE-Öl". Mikro- und Nanotechnologie ..... .

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Re: Alureiniger

Beitrag von GasiGert » 19.03.2019 14:20

Unabhängig davon, daß ich von wahllos auf öffentlich bewitterte Oberflächen geschmierte und vom Regen zuverlässig abgewaschene Chemikalien wenig halte; schon gar nichts mit Nanoartikeln; sollte man immer im Auge behalten, wo derlei, bei heißem Motor höchst niedrigviskos und damit wanderwillig gewordene Schmierung sonst noch so landen könnte und wo man es partout nicht brauchen kann. Am eigenen Mopped wohlgemerkt.

Es gibt ja den Trick, lackierte Autofelgen mit einem homöopathischen Hauch von hochviskosem (wie dicker Honig) Silikonöl abzureiben.
Da brennt anschließend kein Bremsstaub mehr ein und das Ganze hält locker ein Jahr.
Sauerei ist das trotzdem.
Silikonöl ist bei jeder Viskosität nie thixotrop, sondern fließt sein ganzes Leben lang.

Der Rostschutz von Silikon oder Teflon geht aber gegen Null, weswegen das Zeugs zwar gelegentlich als Schmierung, aber eben nicht als Konservierung in den Maschinenbau Eingang gehalten hat.

Ich würde das mal mit Gurulan in einer selbstgemischten Variante, bei dem nur gereinigte Ausgangsmaterialien für den medizinischen Bedarf verwendet werden, probieren.
Setzten die Nato und auch ich seit Jahren ein. Am Mopped und am Trecker. Und sogar am Holz.
Das bietet einen abschirmenden Film gegenüber der Luftfeuchtigkeit und ist wenigstens langfristig biologisch abbaubar.

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Re: Alureiniger

Beitrag von Rote Rita » 19.03.2019 16:07

Hallo Udo,
leider kann ich deinem Beitrag mangels chemischer Detailkenntnisse nicht folgen. Erkläre das doch noch mal für einen DaU.
Dieser Hersteller Linker hat übrigens eine Seite mit Anwendungshinweisen. Da steht, man soll die Oberfläche anschließend mit etwas wachshaltigem beschichten. - Und wie ist das mit Silikonöl jetzt? Alu rostet ja nicht. Schützt Silkonöl auch nicht gegen das oxidieren von Alu? Und was ist das für ein Zeug, was du und die NATO einsetzt?

@Werner: wo kauft man Linker?

Gruß Rainer
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Re: Alureiniger

Beitrag von aldi62 » 19.03.2019 16:16

Rote Rita hat geschrieben:
19.03.2019 16:07

@Werner: wo kauft man Linker?

Gruß Rainer
Ich habe meins aus dem Internetz, gibt es im Momend aber dort nicht.
Gruß aus Leipzig
Jörg

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Re: Alureiniger

Beitrag von GasiGert » 19.03.2019 18:36

Natürlich rostet Alu.
Nur eben nicht rot, sondern weiß.
Was an der Farbe des jeweiligen Oxids liegt.

Wieso man bei Alu so gerne nicht von Rost, sondern von Oxidation spricht, ist, nach der Geschichte um die Steinlaus, eines der letzten Geheimnisse der Wissenschaft.
Letzten Endes aber nur der Unterschied wie zwischen pieseln und pinkeln.

MIt dem Wachshaltigen hast Du schon recht.
Letzten Endes geht es nur darum, das Alu vom Luftsauerstoff in Verbindung mit Feuchtigkeit zu isolieren.
Kann ein Lack sein, Altöl, altes Fett mit Dreck oder eben, die edlere Variante, eine Beschichtung mit einer Mischung aus 90% Vaseline (medizinisch) und 10% Bienenwachs (gereinigt), welche man bei etwa 90°C im Topf zusammenrührt.

"Medizinisch" und "gereinigt" deshalb, weil technische Vaseline kaffeebraun ist, medizinische aber weißtransparent und ungereinigtes Bienenwachs mechanische Einschlüsse hat.
Möchte man in der Mischung so auch nicht haben.

Das Zeug schützt bei mir auch die Graugußführungen einer Drehbank in einem feuchten Schuppen sehr zuverlässig und dauerhaft.
Beim Mopped aber auch nur begrenzt. Der Hitze, des Regens und des Steinschlags wegen. Irgendwann ist das auch weg.

Aber hundertmal besser als Silikönöl oder WD40 o.ä.
Und dazu sehr preiswert.

Angeblich soll das "Mike Sanders" genau das sein.

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Re: Alureiniger

Beitrag von Werner Paul » 19.03.2019 19:34

Servus Rainer.
Ich habe den einen Liter bei E-Bay gekauft.
Gruß
Werner

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Re: Alureiniger

Beitrag von Rote Rita » 22.03.2019 20:29

Ich jetzt auch . Danke für den Tipp.

Gruß Rainer
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Re: Alureiniger

Beitrag von BoxerLarry » 26.03.2019 14:21

Für eloxiertes Aluminium ist dieser Reiniger besonders gut: https://www.motorradzubehoer-hornig.de/ ... inium.html

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Re: Alureiniger

Beitrag von aldi62 » 26.03.2019 14:56

BoxerLarry hat geschrieben:
26.03.2019 14:21
Für eloxiertes Aluminium ist dieser Reiniger besonders gut: https://www.motorradzubehoer-hornig.de/ ... inium.html
das ist aber Politur, und nichts flüssiges für zum an- und abpinseln und so :nein:, kannste auch Elsterglanz oder die Mittelchen wie EMR usw. nehmen :ja:
Gruß aus Leipzig
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Re: Alureiniger

Beitrag von MMö » 26.03.2019 22:02

Moin!
GasiGert hat geschrieben:
19.03.2019 18:36
Angeblich soll das "Mike Sanders" genau das sein.
Ich war immer der Meinung, der benutzt Lanolin/Wollfett?
Ils ont les armes. On les emmerde. On a le champagne!

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