Missgeschickecke

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PeSo
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von PeSo »

Redskin hat geschrieben: 17.06.2023 09:54 Ich hol den Faden mal wieder hoch:
diese Woche nach home-office Feierabend: die dicke Berta soll auf die Hebebühne, anfangen mit dem 2-Jahres Kundendienst, vor allem aber Synchronisation prüfen.
Gibt zwei Varianten:
Mei, das schockt mich schon beim Lesen. So ne' Bühne ist sicher eine große Erleichterung, aber in meiner Garage mit 3x6 m, wo sich die R65 den Platz mit 3 weiteren Mopeds, einigen Fahrrädern und sonstigen Krempel teilen muss geht's net. Naja, für die Arbeiten im Untergrund hab' ich mein Rollbrett.

Neulich mit meiner R65 schon fast zuhause, mit einem Male auf der linken Seite sehr laute Auspuffgeräusche. Da auf dieser Seite am Kopf gerade noch 2 Gewindegänge den Krümmer halten, dachte ich dass der sich gelöst hatte, war schon mal der Fall und hörte sich genauso an. Den Gasgriff nur noch homöopathisch bedient; endlich daheim angekommen musste ich feststellen dass der komplette linke Auspufftopf fehlte.

Aufs Fahrrad gesetzt um die ca. 10 km abzufahren, das gute Stück hat sich im Straßengraben durch die gespiegelte Sonne bemerkbar gemacht. Hat'n p. Schrammen abbekommen aber sonst noch in Ordnung. Beim letzten Hinterradausbau, wo ich fast verzweifelt bin, hatte ich wohl beim Zusammenbau, durch Unterbrechung der Arbeiten, die erst provisorisch angezogenen Schrauben nicht endgültig festgeschraubt. War heilfroh dass nicht mehr, z. B. durch nachfolgenden Verkehr passiert ist und das Teil in den Straßengraben gerollert ist. Ich glaub' ich werd' alt :x

Bis dahin,
Peter
rubberduck
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von rubberduck »

Die Rampe gehört meines Erachtens immer mit dem Ding verbunden, wo es drauf geht. Entweder einhaken, Bolzen durchschieben oder sogar festschrauben.

Und aus eigener Erfahrung: Beim Schieben immer festes Schuhwerk tragen. Schlappen sind doof und machen den Blinker kaputt... :/

Meine Boxer stehen meistens ohne weiter Sicherung auf der Bühne. Gerade die r45 steht mit dem überschlagenden Hauptständer total sicher. Letzten Herbst hab ich für meinen Neffen ne F650 durchgeschaut. Steht auf der Bühne ganz oben. Ich kontrolliere die Kettenspannung und fummel hinten irgendwas rum... KLAPPP Und da steht se nur noch auf den Rädern, der Griff ging direkt zum Gepäckträger leicht über Kopfhöhe.

Da stand ich nun, f650 schön ausbalanciert, Hydraulikschalter außer Reichweite.

Zum Glück hatte ich zufällig ein Telefon am Gesäß. Vollkonzentriert den Sohnemann im Haus angerufen, der kam direkt und hat beim Ablassen am Lenker unterstützt. Puh, glück gehabt und dann die f650 auch verzurrt...
Das Leben ist zu kurz, um schlechte Laune zu haben.
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von Redskin »

Die Rampe gehört meines Erachtens immer mit dem Ding verbunden
Oh, das war sie, die Rampe, sauber eingehakt, wie es sich gehört.
Aber die Wucht der dicken Berta hat die gesamte Hebebühne etwas aus der Richtung gebracht, das Rad ist nicht in die Wippe, der Lenker geht weg, die Maschine bekommt einen deutlichen Impuls nach rechts. Der Klügere hat in dem Fall nachgegeben, weil zu halten war da für mich jedenfalls nix mehr. 278 kg Lebendgewicht in Bewegung sind schon eine Ansage.

Diese Ladungssicherungsmatten sind im Zulauf. Nicht eben nachgeworfen, aber angeblich das Nonplusultra.

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Re: Missgeschickecke

Beitrag von rubberduck »

Redskin hat geschrieben: 19.06.2023 09:13 Aber die Wucht der dicken Berta hat die gesamte Hebebühne etwas aus der Richtung gebracht, ...
:eek: Ok, ...

LG, Andre.
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von Redskin »

hatte ich wohl beim Zusammenbau, durch Unterbrechung der Arbeiten, die erst provisorisch angezogenen Schrauben nicht endgültig festgeschraubt. ... Ich glaub' ich werd' alt
Hallo Peter,
das liegt weniger am Alter, als an der Unterbrechung. Weil auf diese Tour schon viel passiert ist, muss man z. B. beim Flieger-Schrauben annähernd jeden Handgriff abzeichnen, nachdem man ihn ausgeführt hat.
War heilfroh dass nicht mehr, z. B. durch nachfolgenden Verkehr passiert ist und das Teil in den Straßengraben gerollert ist.
Ich habe mal vom alten Heckgepäckträger der R65 einen Aktenkoffer verloren, weil der Gummistraps gerissen war, der das Teil in Position gehalten hat. Habe das erst sehr spät gemerkt. Umgedreht und retour gefahren, da habe ich schon von weitem Warnblinker gesehen. Jemand mit einem sehr tief gelegten BMW 3-er hatte meinen Koffer "gefunden".
Den Sturz auf die Gass hat das Teil wohl noch weggesteckt, die Kollision mit dem Pubertätsboliden nicht. Der Inhalt hat sich quer über die Bundesstraße und die Nebenflächen verteilt. Im Dunklen zusammengeklaubt und in einen freundlicherweise vom Unfallgegner gespendeten Pappkarton gefeuert.
Schaden am PKW über 4k€ lt. Gutachten. Lauter Carbongelumpe in Fetzen. Solche Autos gehören verboten! Frech war: er hat auch die illegale Unterbodenbeleuchtung (elender Kurzschniedelposer!) auf der Rechnung gehabt, die Versicherung hat es gezahlt.

Greetz
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PeSo
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von PeSo »

Redskin hat geschrieben: 19.06.2023 10:40 Hallo Peter,
das liegt weniger am Alter, als an der Unterbrechung.
Hallo Dirk,
danke für die Motivation.
Viele Grüße,
Peter
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von 59Drifter »

Ein Kupferwürmchen, welches sich schon auf der Schluss-Etappe zum Forumstreffen vor der Knüllwald-Herberge kurz gezeigt hat - kurzzeitiger Ausfall des Signalstromkreises (Blinker, Bremslicht, Horn und Zusatzinstrumente) - hat mir letzte Tage zunehmend die Fahrerei mit meiner R65 vermiest: Sicherung (zuständig die untere der beiden) war OK, die Störung trat boshafterweise "intermittierend" auf. Wären Voltmeter und Ölthermometer nicht da, würde ich den Ausfall erst dann merken, wenn der Blinker nicht blinkt und die Hupe nicht hupt, denn der Motor läuft weiter und das Licht leuchtet auch. Gerade wenn einem im Ort so ein Schnarchzapfen vor die Karre läuft ... und dazu noch, ohne dass man es weiß, ist man in dichtem Verkehrsgewühl ohne Bremslicht unterwegs - und das bei meinem eher "digitalen" Fahrstil ... und Abbiegen mit Handzeichen ist auch eher "oldschool". Daher habe ich Donnerstag früh die halbe Karre oberhalb der Gürtellinie zerlegt (Instrumentengehäuse mit Prallplatte zerpflückt, Tank runter) und habe mir den betreffenden Strompfad vorgenommen: Zündschloss (hier speziell Klemme 15, Kabelfarbe grün) und Sicherungshalter - die Stecker abgezogen, Kontaktflächen blank gemacht und das (hierzu ausgebaute) Zündschloss mit Kontaktreiniger L 60 geflutet und fleißig per Durchschalten bewegt. Für die Messvorgänge am Kabelbaum muss ab und an die Batterie von der Fahrzeugmasse abgeklemmt werden - und fürs Testen unter Spannung eben wieder dran. Um das Gefrickel mit der M6-Masse-Hohlschraube am Getriebe hierzu abzukürzen, habe ich hierzu eine fette 4 mm²-Leitung mit dicken Polklemmen zum Überbrücken im Einsatz, um für den Fall der Fälle (Knistern und Ampèregeruch) mit einem schnellen Handgriff den Stomfluss zu unterbrechen.
Als dann alles wieder gereinigt, blank und zusammen war, juckte es mich für die Abnahme-Probefahrt. Jacke an, Helm auf und los - auf die ländliche Teststrecke. Der Weg zu ihr waren 5 km vielbefahrene Bundesstraße ohne Standstreifen. Auf diesem Abschnitt lieferte ich mir - zu meiner Schande sei's gesagt - bei dichtem Verkehr ein Rennen mit einem Pärchen auf einer Vierzylinder-Weißnichwelche - bis zu 140 Sachen waren wir schnell. Dann abgebogen auf Landsträßchen dritter Ordnung - die Elektrik funktionierte perfekt - bis plötzlich, mitten auf einer Dorfdurchfahrt alles, aber auch wirklich alles tot war. Ausgekuppelt und den Schwung genutzt, um auf einem Betriebshof einer mittelgroßen Schlosserei zum Stehen gekommen. Die Belegschaft, so 5 bis 6 Mann hoch, bereitete sich gerade auf den Feierabend vor und bildete einen interessierten Halbkreis.
Knöpfe gedrückt, Hebelchen bewegt - nichts. Toter als tot. Und das bei nur einem, nicht mal besonders lebenswichtigen (cum grano salis) Stromkreis?
Beim Absteigen - immer linksseitig, genau wie's Aufsteigen - immer noch nichts gemerkt. Erst als ich die Maschine auf dem Ständer hatte, fiel es mir ein, auch mal einen Blick auf die rechte Maschinenseite zu werfen - und da hatte ich es: das Massekabel hing "daneben". Das Schnelltrenn-Überbrückungskabel war die ganze Zeit mitgefahren und hatte sich dann im Dörfchen verabschiedet. Kabelschuh kurz ans Getriebe drangehalten - jawohl, ein Fünkchen! (Zündung war noch an) - und dann, lässig wie ein Lord, die Sitzbank hochgeklappt, dem zuschauenden kundigen Publikum das reichhaltige BMW-Bordwerkzeug demonstriert und dann mit dem 10er die Masseschraube reingedreht und festgezogen. Meine Gewohnheit, sie bei abgeschraubtem Massekabel immer so drei-vier Gänge in ihr Gewinde am Tachoantrieb reinzudrehen (um sie besser wiederzufinden, denn wg. ihrer Entlüftungsbohrung ist sie nicht so einfach aus dem Schraubenregal zu ersetzen), machte sich hier bezahlt.
Der Rest der immerhin 60 km langen Probefahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, doch diese geschilderte Peinlichkeit gibt mir doch ein wenig zu denken. Ob es wohl am reifen Alter liegt? - Meinungen und Stellungnahmen, auch aus eigenem Erleben, werden gern entgegengenommen.
Always drive safely!
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Re: Missgeschickecke

Beitrag von Redskin »

Der alte Spruch gilt wohl noch immer: "Wenn's pressiert, musst langsam tun". Ich kenn das auch. Wenn Gedanken, die sich mit "nur noch eben schnell" oder "au weh, die Zeit drängt", oder .... aufploppen, ist es an der Zeit, die Aufmerksamkeit hochzufahren.
Ich wollte "nur noch schnell" meine dicke Berta auf die Hebebühne wuppen. Weil die so fett und schwer ist, habe ich das Verfahren entwickelt, sie selbst auf die Bühne laufen zu lassen, nebenher zu gehen und im rechten Moment die Sache zu stoppen. Hat mehrfach gut funktioniert. Wegen des lang übersetzten ersten Gangs ist das aber etwas heikel, man muss mit Gas und Kupplung das richtige Maß finden. Zu viel, dreht es hinten auf der Rampe durch, zu wenig, verreckt der Motor.
Ich habe beim letzten Mal zu viel erwischt, die Richtung verpeilt und das Vorderrad ging gegen, statt in die Wippe. Resultat: eine mit beiden Rädern in der Luft liegende und strampelnde (Motor lief noch im ersten) Q, an deren Killschalter ich nicht rankam.
Zum Andenken bin ich mit meinem blanken Unterschenkel auch noch ans laufende Hinterrad geraten, ...

Hochgewuchtet hab ich die Karre im Alleingang mit beherztem Griff an den Lenker, woanders kann man bei dem Plastebomber auch nicht anpacken (zumindest nicht rechts).
Im Zuge meiner laufenden Erkrankung wurde dann rechts eine gebrochene Rippe gefunden, ziemlich frisch verheilt. Kann nur damit in Verbindung gebracht werden, offenbar hat mir die Q beim Abgang doch noch eine geschmiert. Recht hätte sie gehabt.

EDIT: hab grade bemerkt, das alles hatte ich in diesem Fred ja schon vorher geschrieben, glaube, auch ich werd langsam alt.

An meinen Zweiventilern habe ich Massetrenner vom Kameraden aus dem Nachbarforum dran gemacht. Damit kann ich mit ohne Werkzeug die Masseverbindung abtrennen und auch wiederherstellen.
Die Technik hat sich offenbar bewährt, wenn ich sehe, wie lange der Fred in der Nachbarkneipe schon läuft. Und der Mann der dahintersteht ist akademischer Elektriker, kennt sich gut aus.

Beim Tank habe ich in die Sprit- Leitung(en) Schnellkupplungen reingebaut, ich kriege das Spritfass mit wenigen Handgriffen ab. Sehr zum Erstaunen eines Zuschauers, dessen Krad aus fernöstlichen Gefilden stammt und bei dem allein das Abnehmen des Tanks schon eine Wissenschaft für sich ist (mehre Schrauben, unterschiedliche Schlüsselweiten, teilweise schlecht zugänglich).

Mir ist bislang die Suche nach dem Kupferwurm im Gekröse der Q-he erspart geblieben.
Bis auf neulich:
Rainer hatte sich nach dem Treffen meine R80 ausgeborgt und während Regenfahrt Zündaussetzer links diagnostiziert. Ein kurzerhand von ihm erfolgter Ersatz auf einen (braunen :( ) NGK Kerzen-Stecker brachte nix, die Aussetzer kamen auch bei trockenen Bedingungen. Ich habe, nachdem die Maschine wieder im heimischen Stall zurück war, nachgesehen: das Zündkabel für links war in der Spule nicht richtig drin. Es gab da wohl irgendwie eine Funkenstrecke noch vor der Zündkerze. Als ich es dann korrekt eingestöpselt hatte (vorher mit Schleifvlies den grauen Belag (Asche?) vom Kontakt runtergeschrubbelt), war das Kabel verdächtig kurz, obwohl es sich wohl ums Original handelte.
Der Anschluss der Spule wies auch schon Kampfspuren auf, die man aber nicht sieht, wenn die Tülle drauf ist. Möglicherweise haben sich diese Beschädigungen auch in Form von Haarrissen weiter fortgesetzt und so zum Ungemach beigetragen.

Habe mir von Andi Mattern (der Fernreisende) ein Set bestehend aus Teilen von Beru und NGK geben lassen, montiert, Ruhe im Karton. Lieferung extremst postwendend.
Preis: etwas mehr als die Hälfte dessen, was eine original Bosch Zündspule für die R80R kosten soll.
Im Zubehör wohlgemerkt, nicht beim Freundlichen, letzterer macht Dich bei der Gelegenheit regelrecht arm.

So far my 2 Cent.

Greetz
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